Mittwoch, Dezember 16, 2009

Mein eigener JDT Plugin

In den letzten zwei Wochen durfte ich mich bei der Arbeit mit der Entwicklung eines Plugins für die Entwicklungsumgebung Eclipse befassen.
Für jedes (Teil-)Feature habe ich ungefähr einen Tag gebraucht, wovon circa die Hälfte auf die Suche nach den jeweils für die Umsetzung benötigten Extension Points draufging.

Jetzt kann man diverse für unsere Firma interessante Probleme sofort beim Speichern erkennen und *Fanfare* die meisten auch mit einem QuickFix sofort beheben.

Ich bin relativ stolz auf mich. Das von mir gebastelte Zwischenframework ermöglicht die Umsetzung einer Java Fehlersuche, mit eigener Konfiguration und QuickFix (mit "Select All" Unterstützung) in ein paar Stunden.
Alle Fehlersuchen sind einzeln deaktivierbar. Und um grobe Performanceschnitzer zu finden, kann man die Ausführungszeiten der Scanner protokollieren lassen.

Als nächstes überlege ich mir mal, ob ich für mein Templategenerator XML Format einen Editor gebaut kriege, der die Daten-, Template- und Ausgabedatei verbindet.

Der Mann im Kiosk

Heute hat doch wirklich der Mann im Kiosk einen Taschenrechner benutzt um den Preis für 10 Stück auszurechnen...

Freitag, Oktober 16, 2009

Löschen statt Sperren

Irgendjemand muss mir mal erklären inwiefern die Parole "Löschen statt Sperren" besser ist als das zuletzt geplante (ausgeübte?) Verfahren?

Ich dachte, einer der Hauptkritikpunkte sei die unzureichende Definition der Voraussetzungen für eine Sperrung gewesen. Angst vor Zensur, etc. Hat sich da auch etwas getan?

Gegen Kinderpornographie ist Löschen sicherlich das einzig richtige Mittel, aber es funktioniert natürlich nur, wenn man rechtliche Handhabe gegen den Serverbetreiber hat. Was macht man mit den Servern auf irgendwelchen Pazifikinseln, die sich ihrer Rechtsfreiheit rühmen?
Die Möglichkeit zu Sperren ist zwar nur ein schwacher Schutz, aber besser als gar nichts.

D.h. "Löschen statt Sperren" löst eines von drei Problemen. Auch nett, aber nur die halbe Miete.

Autofahrer

Heute war wieder einer dieser Tage auf der Autobahn.
Es fing damit an, dass sich auf dem Raserteilstück LKW mit Tempo 90 ein Rennen geliefert haben. Über 5 Km.
Als die endlich Platz gemacht haben, kamen die "ewig links Fahrer", die "links langsam, rechts schnell Fahrer" und dann schon der Tempo 100 Teil. Dort bremsten die Wagen vor mir plötzlich abrupt ab, weil ganz rechts ein Polizei Bully fuhr.
Kaum das der außer Sicht war, wurde ich mit Lichthupe und Linksblinken von der Überholspur gedrängt, kaum dass ich mal ein wenig freie Bahn hatte. Danach hatte ich die Nase voll und legte einen langsameren Gang ein. Damit wurde die Fahrt erträglicher, bis auf das Intermezzo mit dem Fahrer, der meinte dass durch Blinker setzen automatisch die Nebenspur frei würde.

Und daheim gab es dann noch das Cabrio, das unbeleuchtet direkt hinter einer Kreuzung auf der Straße geparkt war (vor einem Behindertenparkplatz), so dass man beim Abbiegen die Wahl hatte entweder in ihn oder in den Gegenverkehr zu fahren.

Ein Tag für den Burgerbringdienst!

Montag, September 14, 2009

Bibelcode

Ich sehe gerade einen Fernsehfilm oder wie man heute sagen würde ein "made for tv movie" von Pro7.

"Der Bibelcode". Das klingt nach Robert Langdon-haften Rätseln, gekreuzt mit Abenteuern a la Indiana Jones. Und ein wenig mehr nach dem Jesus Code oder wie das Fernsehspektakel des Jahres damals hieß. Die Hauptdarstellerin ist Cosma Shiva Hagen - also die deutsche Antwort auf Liv Tyler - und Blacky Fuchsberger - also die deutsche Anwort auf Morgan Freeman - spielt den Papst.

Während ich die Vorschau sah, habe ich wortwörtlich gedacht: "Das ist ja mal a long way von den RTL Actionstreifen der 90er." Ja, manchmal fällt mir so schnell keine vernünftige Übersetzung für meine Gedanken ein. Und was hatte ich mich damals auf John Sinclair gefreut.

Aber schon nach wenigen Minuten erhielt meine Freude auf das Pro7 Werk einen Dämpfer. Das Drehbuch war so stark komprimiert, dass die Exposition nur aus einer kurzen wie aus einem amerikanischen Actionfilm abgeschriebenen Szene bestand in der Johana (CSHagen) ihre Polizeimarke abgeben muss, weil sie sich über das Gesetz hinwegsetzen musste um ein entführtes Mädchen zu retten. Einmal mit den Augen gerollt und weiter im Text.

Nach der folgenden Verfolgungsjagd stirbt jemand, der behauptet Johanas Vater zu sein, zu ihren Füßen. Natürlich nicht ohne zuvor noch ein Buch mit handschriftlichen Notizen übergeben zu haben.

Was dann folgt, ist der zunehmend langatmigere Hauptakt, in dem ein mäßig synchronisierter Franzose ("international production") Marke Bücherwurm neben der betont natürlich spielenden CSHagen einem ständig das Gefühl gibt, dass hier etwas nicht stimmt. Nicht weil das die Spannung anheben soll, sondern weil der Film wie ein produktionstechnischer Flickenteppich wirkt.

Der Regisseur stand so sehr unter Zeitdruck den Mist runterzukurbeln, dass kleine Ungereimtheiten erst dem Zuschauer auffallen dürfen. So überrascht zum Beispiel der Fund ihrer Kinderbibel, aus der ihr ihr Pflegevater immer vorgelesen hatte, bei ihrem Vater, von dem sie am Morgen noch nichts wusste, CSHagen nicht im geringsten.

Als Schüsse die Scheibe zersplittern lassen, versteckt sich der französische Religionsstudent sofort unter dem Schreibtisch. Ich würde nicht auf die Knie gehen, bestenfalls ein paar Schritte zurück, WEIL AUF MICH NOCH NIE GESCHOSSEN WURDE!

Danach plätschert der Film Dank alles überdeckender Orchestermusik belanglos daher. Alle dramatischen Höhepunkte werden von schlechtem Spiel oder schlechter Synchro ausgehebelt. Sagte ich alle Höhepunkte? Nein, es gibt durchaus fesselnde Momente. Aber wenn man sich gleich in der nächsten Szene wieder mehr Gedanken darüber macht, wie es hätte besser sein können, ist man wieder am Anfang.

Warum schafft es eine Kulturnation wie Deutschland nicht aus spannenden Ideen vernünftige Drehbücher zu machen und Regisseure zu organisieren, die ein Gespür für Geschichten haben?

Aber immerhin ist Blacky Fuchsberger der Papst...

Sonntag, August 23, 2009

Google verhütet

Man findet ja zu fast allen Suchbegriffen Porno.
Aber bisher war ich immer davon ausgegangen, dass mich nur die Kindersicherung von Google davor schützt versehentlich auf Pornoseiten zu gelangen.

Eine andere Auffassung, die ich bisher vertrat, ist dass das deutsche Gesetz mir nur den Zugriff auf verfassungsfeindliches oder kinderpornographisches Material verbietet (und außerdem im Internet selten angewendet wird).


Aber diese Zeiten scheinen der Vergangenheit anzugehören. Denn am Fuß meiner letzten Suche fand ich die Anmerkung: "
Aus Rechtsgründen hat Google 3 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org."

Bei relativ harmlosen Suchbegriffen finde ich 3 Treffer für gesperrte Seiten schon erschreckend viel. Könnte es sein, dass da mehr gesperrt wird als notwendig? In meiner 15jährigen Karriere als Junggeselle bin ich noch nie auf Kinderpornographie gestoßen. Mit dem letzten Vorstoß gegen Kinderpornographie kann es auch nichts zu tun haben, da die Verfügung anscheinend von
Dezember 2005 ist.

Und ich dachte immer Zensur gibt es nur in China.

(Der andere Link hatte übrigens noch nicht einmal eine Begründung.)

Sonntag, August 16, 2009

Wednesday Comics 2

Ich bin jetzt zwar erst in der zweiten Woche, kann mir aber ein paar Kommentare zu den Einzelgeschichten nicht verkneifen:

Batman - von Azzarello & Risso
Sieht nett aus, aber ich habe schon jetzt den Faden verloren. Das könnte entweder ein Zeichen für mein schlechtes Gedächtnis sein oder dafür, dass die Schöpfer noch nicht die Spielregeln dieses Mediums (Zeitungscomics) im Griff haben oder sich nicht wirklich drum scheren und gleich an das Paperback denken.

Kamandi - von Gibbons & Sook
Das genaue Gegenteil zu Batman. Hier wird erzählerisch und graphisch an Prinz Eisenherz erinnert. Und das passt natürlich hervorragend in dieses Format.

Superman - von Arcudi & Bermejo
Hier wird ganz gut mit dem Wochenformat gearbeitet, da die beiden ersten Seiten jeweils komplette Szenen waren.

Deadman - von Bullock & Heuck
Mein persönlicher Favorit bisher. Ordentlich begonnene Detektiv/Thriller Geschichte, die nach Art von Bruce Timm / Darwin Cooke (also im Retro Stil) gezeichnet wird. Starke schwarze Linien machen sich hervorragend im groberen Zeitungsdruck.

Green Lantern - von Busiek & Quinones
Scheint auf einen 50er SF Angriff aus dem Weltraum Schinken hinauszulaufen. Da wir über die Einleitung noch nicht hinweg sind, ist es etwas schwierig das jetzt schon zu bewerten.

Metamorpho - von Gaiman & Allred
Rollt auch noch sehr langsam an. Immerhin sind wir im Zielgebiet angelangt. Den Mangel an Action macht man durch eine Persiflage auf alte Comic Werbungen, die aber letztenendes rein gar nichts mit dem Rest der Geschichte zu tun haben.

Teen Titans - von Berganza & Galloway
Endlich mal eine in die Handlung integrierte Zusammenfassung der bisherigen Handlung. Ansonsten Action. Gut das wenigstens die Plots der verschiedenen Mehrteiler nicht alle dem gleichen Ablauf folgen. "Oh, heute ist die Wendepunktwoche."

Strange Adventures - von Paul Pope
Pope hat vermutlich den ausgefallensten Zeichenstil aller Teilnehmer, allerdings hat er auch die klischeehafteste Handlung. Zugegeben, damit orientiert er sich stark an den alten Flash Gordon Geschichten, aber ich hoffe doch, dass noch ein wenig mehr Spannung aufkommt.

Supergirl - von Palmiotti & Conner
Kommen wir zu dem was der Amerikaner Comic Relief nennt. Dem komischen Moment nach all den Abenteuern. Das die Haustiere von Superman und Supergirl in der Geschichte vorkommen, reicht eigentlich. Der Rest erledigt sich von alleine.

Metal Men - von Didio & Garcia-Lopez
Ich verute mal, dass das einer der Gründe war wieso dieses Projekt grünes Licht bekommen hat. Der Chef von DC schreibt einen Zeitungscomic, der von der 80er Jahre Legende Jose-Luiz Garcia-Lopez umgesetzt wird.

Wonder Woman - von Ben Caldwell
Bedient sich der Träume wie bei Little Nemo um phantastische Sagen und Gestalten mit der grazilen Kampfmaschine Wonder Woman zu verbinden. Sehr lesenswert.

Sgt. Rock and Easy Co. - von Kubert & Kubert
Dass Joe Kubert Kriegscomics zeichnen würde war ja abzusehen. Nett, aber nicht mein Ding.

Flash Comics - von Kerschl & Fletcher
Mir fällt der Name der Vorlage nicht ein aber auch die Ehedramen von Flash und seiner Frau Iris orientieren sich stilistisch stark an einem Zeitungscomic aus den 70ern inklusive der Roy Lichtenstein Kolorierung.

The Demon and Cat Woman - von Simonson & Stelreeze
Ohne viel Geplänkel direkt ins Abenteuer. Mit dem Anfang und den Charakteren sollte sich die Geschichte von allein erzählen.

Hawkman - von Kyle Baker
In einem für Kyle Baker sehr realistischen Stil und mit einer für Kyle Baker sehr nüchternen Sprache könnte sich dieses als eine der blutrünstigsten der Serien herausstellen. Für Hawkman durchaus passend. Aber ich hoffe noch, dass der sprühende Humor von Kyle Baker das wieder ausgleichen wird.