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Montag, Juli 27, 2009

EU erlaubt USA Zugriff auf Bankdaten

Ganz nebenbei erfährt man in einem FAZ Artikel, dass genaugenommen nur das legalisiert wird, was ohnehin schon geschieht. Die SWIFT, über die der größte Teil der zwischen-europäischen Buchungen abgewickelt wird, hatte ihre Server mit den Buchungsdaten nämlich seit jeher in den USA stehen.
D.h. wenn die EU den Amerikanern Zugriff auf Kontoinformationen gestattet, muss niemand etwas tun. Das ist sehr effizient und spart Kosten.
Andererseits könnte man noch mehr Kosten sparen, indem man die Bankdaten gleich an Goldman-Sachs schickt.

Dienstag, September 16, 2008

Wenn die Hütte brennt erstmal die Taschen füllen

Die Bankangestellten wollen mehr Geld haben.
Vorgestern hieß es noch, die Banken bieten 0,5% und die Gewerkschaft fordert 8%. Heute höre, ich die Angestellten fordern 8% und die Banken bieten 6% an.

Das sind schon spaßige Gesellen diese Bänker. Nahezu alle Banken müssen Abschreibungen in Millionen-, wenn nicht sogar in Millardenhöhe oder gleich den ganzen Laden zu machen - und sie wollen überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen. Das erinnert mich irgendwie an Managerboni.

Ich hätte auch gerne 6% mehr Geld. Dann wären meine Anlagen wenigstens im Plus. Aber abgesehen davon, dass die Fondmanager aus schwankenden Märkten nicht das geringste erwirtschaften, kassieren sie ihre Prozente vom angelegten Geld und nähren sich von meinem erarbeiteten Besitz...

Ich werde mein Geld demnächst nur noch fest verzinst anlegen, dann können die machen, was sie wollen.

Dienstag, August 12, 2008

Olympiade in Peking

Jeder versucht sich zu verbessern. Auch Sportmoderatoren.
Aber muss man denn Zuschauer dabei haben?

Schon bei der Eröffnungsfeier wurden die beiden Moderatoren nicht müde bei allem Flaggen- und Lichterzauber immer wieder darauf hinzuweisen, dass China böse ist. Das war wohl so geplant, denn einer der beiden war die "Polit Talkerin" Maischberger.

Eine übermotivierte Sport Moderateuse fragte Lang Lang, nachdem dieser gerade seine Rolle als olympischer Botschafter für Deutschland am Piano wahrgenommen hatte, nach einem Kommentar zu der "Kritik die ja vielfach im Vorfeld der Olympiade an China geübt wird" (aus der Erinnerung nachformuliert) und meinte damit die heißen Themen Tibet, Internetzensur und allgemein die Zugehörigkeit zur erweiterten Achse des Bösen.
Als Lang Lang die Frage ausweichend beantwortet, hakt sie unerbittlich nach und stellt die Frage einfach nochmal, während JB Kerner sich innerlich noch damit beschäftigte wie der Name des Chinesen jetzt korrekt auszusprechen sei. Der in Öffentlichkeitsarbeit geschulte Lang Lang fand allerdings die ideale Antwort, die alle zufriedenstellt. Puh, noch mal knapp dem kalten Krieg entgangen.
Wer will sehen wie Unterhaltungskünstler Fragen zur Politik beantworten? Was sollen sie antworten? "Ich bin hier nicht gerne. Deshalb verbringe ich soviel Zeit wie möglich im Ausland."?

Es gibt sicherlich genügend Gründe Kritik an China zu üben. Aber dafür haben wir schon Sendungen. Mit Moderatoren. Die sich auskennen.
Ausserdem ist die Olympiade auch nicht in China, sondern in Peking, bzw. Bejing. Und Hong Kong. Ok, das habe ich auch nicht verstanden.

Aber vielleicht hört das ganze ja wieder auf, wenn die ersten relevanten Dopingfälle bekannt werden. Dann kann man an anderer Stelle wichtige Fragen stellen.


Mittwoch, Juni 06, 2007

Mit Alkohol war alles besser

Könnte es sein, dass G.W. Bush als der Präsident in die Geschichte eingehen wird, der den kalten Krieg wieder zurückgebracht hat?
Wie das? Wie kann ein so sympathischer, unbekümmerter Staatsmann für internationale Spannungen sorgen, wo sich das Verhältnis von Ost und West doch gerade erst vor wenigen Jahren gelockert hat? Und er ist einer der wenigen, der sofort gesehen hat, dass die Merkel mal dringend eine entspannende Massage nötig hat.

Tja, wirklich entspannter wurde es ja nur, weil der Ostblock sich langsam in seine Bestandteile aufgelöst hat. Aus Kulanz haben die USA dann zeitgleich ihre Raketen aus Mitteleuropa abgezogen.
Aber weil ja der Westen vom Islam bedroht wird, der über den Nahen Osten schon bis nach Albanien und Bosnien gelangt ist, wird es Zeit wieder eine klare Grenze zu ziehen. Und die sollte diesesmal in Tschechien liegen. Österreich ging nicht, weil die neutral bleiben wollten. Waschlappen! Mit Ungarn, Kroatien und der Slowakei als Pufferländern klang das vom fernen Washington nach einer goldenen Lösung.

Aber da hatte man die Rechnung ohne Putin gemacht. Denn Länder in die Freiheit entlassen ist eine Sache. Aber wenn dann der "ehemalige" Feind sein Fähnchen frech in aller Öffentlichkeit in der neutralen Zone hisst, hört der Spaß auf. Und Tschechien war ja mal mehr oder weniger freiwillig ein Bruderland. Wo kommen wir denn da hin.
Deshalb hat sich der Vladimir ein super Argument dagegen einfallen lassen: Wenn der George das macht, werden russische Raketen auf "neue Ziele in Europa" gerichtet.

An solchen Sprüchen sollte man erkennen, dass der Putin wirklich angepisst ist. Erst quatschen ihm die EUler was von Menschenrechten vor, wenn man mal eine Demonstration auflösen läßt. Dann kommen die bekloppten Briten und behaupten, sie könnten Morde besser aufklären als der KGB. Und dann auch noch dieser Typ, der nur durch geschickte Eingriffe in die Listen der Wahlberechtigten Präsident geworden ist. Dabei haben die Russen das erfunden!
Mag ja sein, dass der Putin mit der modernen Welt nicht zurechtkommt. Aber er hat immer noch eine gute Militärmaschinerie hinter sich.

Aber ob der G.W. das mitbekommt, ist fraglich. Er hat schließlich auch am 11. September eine halbe Stunde gebraucht, um zu raffen, dass etwas passiert ist. Nachdem man es ihm gesagt hat.
Es würde mich also nicht wundern, wenn Bush den nächsten Weltkrieg durch eine unbedachte Schultermassage einläutet.

Freitag, Juli 14, 2006

Die Wahrheit über George Bush

Nein, nicht wieder dieser dämliche Grabstein. Das hier ist investigativer Journalismus: Link